INNERE MEDIZIN


Kardiologie

Magen- Darmerkrankungen

Lebererkrankungen

Lungenerkrankungen

Nierenerkrankungen

Adipositaschirurgie

KARDIOLOGIE

Zu den häufigsten Krankheiten der Menscheit gehörten Herz- und Kreislauferkrankungen. Diese sind auch die häufigste Todesursache. Bleiben Herz- und Kreislauferkranungen lange Zeit unbehandelt besteht die Gefahr dass der Herzmuskel geschädigt wird oder man einen plötzlichen Herztod erleiden kann. 

Häufige Herz- Kreislauferkrankungen

  • Herzinsuffizienz: Die benötigte Pumpleistung für die Blutversorgung kann nicht erbracht werden, da das Herz zu schwach ist
  • Hypertonie (Bluthochdruck): wenn der Blutdruckwert bei Ruhe mehrfach über 140/90 mmHg liegt
  • Kardiomyompathie: Der Herzmuskel ist verdickt und/oder die Herzhöhlen sind ausgeweitet
  • Herzrhythmusstörungen: Das Herz schlägt aufgrund einer Störung bei der Impulsentstehung
  • Koronare Herzkrankheit (KHK): Die Herzgefäße, welche der Durchblutung des Herzmuskels dienen, sind verengt
  • Herzmuskelentzündung: meist die Folge einer Virusinfektion wie z.B. des Pfeifferschen Drüsenfiebers
  • Herzklappenerkrankungen: Die Herzklappe ist verengt oder schließt nicht mehr korrekt, so ist der normale Blutfluss im Herzmuskel gestört
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit: eine unregelmäßige Versorgung an Blut von Armen und Beinen, da die Arterien verengt sind

Behandlung

  • Bypassoperationen
  • Herzklappenoperationen
  • kombinierte Bypass- und Klappenoperationen
  • Schrittmacherchirurgie
  • Gefäßchirurgie
  • Mehrfachklappenersatz
  • minimalinvasive Eingriffe
  • Eingriffe ohne Herz- Lungen Maschine
  • Herztransplantationen
  • Korrekturen angeborener Herzfehler in jedem Alter
  • Herzoperationen bei Frühgeborenen, Neugeborenen und Kindern
  • Interventionelle intraluminale Stent- Platzierung in der absteigenden Hauptschlagader
  • Rhythmuschirurgie
  • Operationen bei Herztumoren

MAGEN- DARMERKRANKUNGEN 

Zu den Verdauungsorganen gehören Rachen, Magen, Dünn- Dickdarm, Enddarm, Bauchspeicheldrüse, Galle und Leber. 
Jeder dieser Organe hat eine Funktion welche für die Zersetzung der Nahrung wichtig ist. Jedes Versagen dieser Organe beeinflusst unsere Funktionsfähigkeit und unseren Gesundheitszustand. 
Solche Erkrankungen sind nie angenehm. Meistens treten Symphtome wie Blähungen, Appetitlosigkeit, Verstopfung und Durchfall auf. Oft werden diese Erkrankungen von intensiven Krämpfen begleitet, hier ist eine strenge Diät notwendig, manchmal sogar ein chirurgischer Eingriff. 

Häufige Magen- Darmerkrankungen

  • Darmerkrankungen wie Zöliakie
  • Ulkuserkrankungen
  • Krebserkrankungen des Magen- Darm Traktes
  • Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und Hepatits
  • entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Gallenwegserkrankungen
  • Funktionsstörungen

Behandlungen

  • Manometrie
  • Barostatmessung im Rektrum
  • Anorektale Endosonografie
  • Defäkografie
  • Langzeit- Säuremessung
  • Provokationstest im Ösophagus
  • H2- Atemtest
  • Transitzeitmessung im Kolon
  • Lebertransplantation

LEBERERKRANKUNGEN

Die menschliche Leber hat sehr viele lebenswichtige Aufgaben, sie speichert z.B. Nahrungsbestandteile wie Zucker und Fette. Schadstoffe wie Alkohol und Medikamente werden in der Leber abgebaut. 
Häufige Ursachen für Lebererkrankungen sind Fettleibigkeit, Überernährung, Alkohol und Medikamente oder sogar Hepatitis- Viren.
Wenn die Leberwerte sich verändernm weißt dies meist auf eine Erkrankung wie Virusinfektionen, Leberzirrhose oder Fettleberentzündungen hin. Wenn die Ursache schnell und effektiv behoben wird, kann sich die Leber gut erholen.

Häufige Erkrankungen der Leber

  • Fettleber
  • Fettleberentzündungen
  • Leberzirrhose (Schrumpfleber)
  • Virusinfektion durch Hepatitis- Viren

LUNGENERKRANKUNGEN

Lungenerkrankungen

Unter einer Lungenerkrankung versteht man eine Erkrankung der Bronchien (Atemwege), der Alveolen (Lungenbläschen), des Pleura (Lungenfell) und der Blutgefäße der Lunge.
Weltweit sind Lungenkrankheiten die zweithäufigste Todesursache.

Häufige Lungenerkrankungen

  • Lungenkrebs
  • Lungenhochdruck
  • Lungenfibrose ( Bindegewebsvermehrung zwischen Lungenbläschen und Blutgefäßen)
  • Chronisch obstuktive Atemwegserkrankung mit/ohne Lungenemphysem
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Asthma bronchiale
  • Lungenembolie (Verstopfung eines Blutgefäß in der Lunge)

NIERENERKRANKUNGEN

Meist schleichend kommen Nierenerkrankungen, welche aber durch eine Diät oder einen anderen Lebensstil deutlich verzögert werden können. 
Bei Nierenversagen kann es sein, dass eine dauerhafte Dialyse notwendig ist. Eine Nierentransplantation, wofür aber erst ein geeigneter Spender gefunden werden muss, ist eine Alternative zur Dialyse.
Zur Früherkennung von Nierenerkranungen werden zwei Tests durchgeführt. 

  1.  Albumin Messung (Urintest)
  2. Kreatin Messung (Bluttest)



ADIPOSITASCHIRURGIE

Alle chirurgischen Maßnahmen zur Bekämpfung von Adipositas fallen unter die Adipositaschirurgie. 
Viele Eingriffe werden in den meisten Fällen nur am Magentrakt vorgenommen, in Einzelfällen können sich die Eingriffe zusätzlich auf den Darmtrakt erstrecken.

Häufige Adipositas- Krankheiten

  • Morbide Adipositas (Krankhaftes Übergewicht
  • Fettsucht (Übermäßige Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe, Krankhafte Fettleibigkeit)
  • Typ II Diabetes (Insulinresistenz der Körperzellen)
  • Metabolisches Syndrom ( Vorstufe oder Begleitsyndrom von Diabetes Typ II)

Feststellung von Adipositas

Adipositas wird international mit dem Body Mass Index kategorisiert

  • BMI unter 18,5 = Untergewichtig
  • BMI 18,5- 24,9 = Normalgewicht
  • BMI 25,0- 29,9 = Übergewicht
  • BMI 30,0- 34,9 = Adipositas 1
  • BMI 35,0- 39,9 = Adipositas 2
  • BMI über 40,0 = Adipositas 3


Der Einsatz von Adipositaschirurgie wird ab einem Adipositas Grad 2 geprüft.

Ziel der Adipositaschirurgie

Das Ziel, die starke Gewichtsreduktion kann durch 2 grundlegende Prinzipien erfolgen


  1.  Die Verkleinerung des Magens, so kann nur noch wenig Nahrung aufgenommen werden
  2.  Die Verkürzung des Darmtraktes, so werden dem Körper weniger Nährstoffe und Kalorien zugeführt. 

Behandlungen


  • Schlauchmagen

Der Schlauchmagen wird bis auf einen schlauchförmigen Restmagen vollständig entfernt. Die Produktionsstätte des Hormons Ghrelin wird hierbei entfernt. Der Patient hat durch diesen Eingriff weniger Heißhungerattacken und das Sättigungsgefühl tritt schneller ein. 

  • Verstellbares Magenband

Es wird ein Silikonband um den Magen gelegt und trennt somit den Magen in ein kleinen oberen Teil und den Restmagen. So gelangt bei der Nahrungsaufnahme das Essen erst in den oberen Magen und dann langsam in den unteren Magen. So tritt schon nach wenigen Bissen ein Sättigungsgefühl ein. Der Vorteil eines Magenbandes ist, dass man es wieder vollständig entfernen kann. 

  • Roux- Y- Magenbypass

Der Darm und der Magen werden operativ verändert. Der Magen wird im oberen Teil abgebunden. der obere Magen ist schnell gefüllt und der Patient hat so ein schnelles Sättigungsgefühl. Anschließend gelangt die Nahrung nicht wie üblich in den Zwölffingerdarm, sondern sofort in den Dünndarm. Im mittleren Dünndarm vermischen sich Nahrung und Verdauungssäfte. Auf grund der Kürze des Dünndarms werden weniger Kalorien aufgenommen. Der größte Teil der Nahrung wird vom Körper unverarbeitet wieder ausgeschieden. Bei einem Magenbypass werden der Zwölffingerdarm und Restmagen nicht entfernt sondern bleiben mit dem Dünndarm verbunden, um Verdauungssäfte aus Galle und Bauchspeicheldrüse weiterzuleiten. Durch diese Methode kann ein Patient bis zu ca. 75 % seines Körpergewichts reduzieren, aus diesem Grund wird der Magenbypass nur bei stark übergewichtigen Personen durchgeführt. 
Ein Nachteil des Magenbypass ist die schlechte Nährstoffverwertung, so müssen Patienten lebenslang Vitamin- und Nährstoffpräperate zu sich nehmen