Onkologie



Lungenkrebs
Blasenkrebs
Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Onkologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit gut- und bösartigen Erkrankungen des Blutes, bösartigen Erkrankungen der Lymphknoten und das lymphatischen Systems sowie bösartigen soliden tumoren wie Brustkrebs oder Lungenkrebs beschäftigt.
Die internistische Hämatologie / Onkologie beschäftigt sich mit der Entstehung, Häufigkeitsverteilung, Diagnose, nichtoperative Therapien und vorbeugenden Maßnahmen

Lungenkrebs

Es gibt verschiedene Arten von Lungenkrebs. Besonders bösartig ist das kleinzellige Lungenkarzinom. Die überwiegende Mehrheit der Lungenkrebserkrankungen wird durch Rauchen ausgelöst, somit ist die wirkungsvollste Vorbeugung das Rauchen vollständig aufzugeben oder erst gar nicht damit anzufangen

Häufige Lungenkrebserkrankungen

  • Nicht kleinzelliges Lungenkarzinom (Lungenkrebs aus größeren Zellen)
  • Kleinzelliges Lungenkarzinom (Lungenkrebs aus kleinen Zellen)
  • Malignes Pleuramesotheliom ( tumoröse Verdickung des Rippenfels)
  • Neuroendokrine Tumore der Lunge
  • Lungenmetastasen anderer Tumore
  • Pleurakarzinosen (Befall von Metastasen des Brustfells)
  • Multimodale Therapiekonzepte
  • Mediastinale Tumore


Blasenkrebs

Unter Blasenkrebs versteht man alle von der Harnblase ausgehenden bösartigen Tumore. Die Ursache von Blasenkrebs sind gechronische Entzündungen (einschließlich Parasiteninfektionen), die Aufnahme bestimmer chemischer Substanzen, Tabakkonsum, Strahlenexposition und abwehrunterdrückende Medikamente. Behandelt wird der Harnblasenkrebs je nach Ausdehnung mit der kompletten Entfernung der Blase, einer Strahlentherapie in Kombination mit einer systemischen Chemotherapie oder auch einer lokalen Chemotherapie. 
Bei früh entdecktem Blasenkrebs sind die Heilungsaussichten gut, bei bereits ausgeweiteter Erkrankungen mit Metastasen jedoch gering

Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Bauchspeicheldrüsenkrebs sind bösartige Tumoren der Bauchspeicheldrüse. Die Merheit der Tumoren befällt den Verdauungsenzyme bildende Teil der Bauchspeicheldrüse und hier besonders die Gänge innen des Organs

Symptome

  • stetig zunehmende Gelbsucht
  • zunehmende Bauchschmerzen
  • Verdauungsstörungen
  • Gewichtsverlust

Behandlungsmöglichkeiten

Frühe Stadien: Eine Operation kann heilen wenn sich der Tumor vollständig entfernen lässt.

Voraussetzungen für eine Operation sind

  • Tumor hat noch keine Absiedlung in anderen Organen gebildet
  • Der Patient leidet nicht unter schweren Begleiterkrankungen, welche eine Operation zu riskant machen


Der Eingriff hängt ab, wo sich der tumor innerhalb der Bauchspeicheldrüse befindet und wie groß er ist. Auch wenn ein Teil der Bauchspeicheldrüse erhalten werden kann, kann es sein, dass der Tumor zu nahe an anderen Organen angrenzt und dass diese entfernt werden müssen-

Operationsverfahren

Pankreaslinksresektion
der linksseitig gelegene Teil der Bauchspeicheldrüse, welcher zur Milz gelegen ist, wird vollstänig entfernt. Nur wenn es sich um einen gutartigen Tumor handelt, kann die Milz erhalten werden. Bei einem bösartigen Tumor muss die Milz entfernt werden

Pankreaskopfresektion nach Kausch/ Whipple
Bei dieser Operation werden zweidrittel des Magens, der Zwölffingerdarm, die Gallenblase und der Pankreaskopf entfernt. 
Nur durch diese radikale Entfernung gelingt es, die wichtigsten Ausstrahlungen des Tumors zu entfernen.
Die klassische Variante der Operation wird heute in der überwiegenden Zahl der Fälle dadurch abgewandelt, dass der Magen nicht mehr operativ entfernt wird. 
Die Entfernung von Bauchspeicheldrüsengewebe kann zu einem Mangel an Verdauungsenzymen führen und führt somit zu einer gestörten Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm.
Die Teilentfernung des Magens kann zu einer Fehlbesetzung des Darmes mit Bakterien und zu einer gestörten Nahrungspassage führen.
Ebenfalls kann es nach einer magenerhaltenden Operation zu einer verzögerten Entleerung des Magens kommen.


total Pankreatektomie
Diese Variante der resezierenden Bauchspeicheldrüsenchirurgie stellt die radikalste Therapieform dar, da bei dieser Therapie die gesamte Bauchspeicheldrüse entfernt wird. Die nachfolgenden Probleme für den Patienten sind aber erheblich, insbesondere was den teilweise schwerst entgleisten Zuckerstoffwechsel angeht. Patienten haben nach der Operation oft mit einer sehr schweren Einstellng des Zuckerstoffwechsels zu kämpfen, wobei eine große Gefahr für zum Teil auch lebensbedrohliche Unterzuckerung besteht.
Die totale Pankreatektomie wird deshalb nur als letztes Mittel angewandt wenn die Bauchspeicheldrüse aufgrund einer Undichtigkeit der Nahtverbindung oder aufgrund eines weit fortgeschrittenen Tumors entfernt werden muss.

Pankreassegmentresektion
Dies ist eine organsparende operative Maßnahme. Insbesondere bei Hormon produzierenden Tumoren ist diese Möglichkeit gegeben. Die Probleme die bei dieser organsparenden Operation auftreten können sind der Wiederanschluss der Bauchspeicheldrüse an den Darm und die damit verbundene Gefahr einer zwitweisen Pankreassekretfistel.
Das Operationsverfahren kommt in der Gesamtheit wesentlich seltener zum Einsatz als die Whipple`sche Operation oder die linksseitige Pankreasresektion.